Quertreiber gesucht
von Redaktion • 31.3.2009 • Kategorie: BUGGYKITE & friends • Hier bestellen!
Wenn man das Autofahren lernt, bringt einem der Fahrlehrer neben dem Kuppeln und Gasgeben auch das Bremsen bei. Und nur, weil der Buggy kein Bremspedal hat, heißt das nicht, dass man ihn immer locker ausrollen lassen muss. So wird seit zwei Jahren in der Lizenzprüfung auch eine Gefahrenbremsung auf ein optisches Signal hin mit sicherer Kontrolle des Kites gefordert. Was macht also den Drift aus?
Einen Drift richtig ausbalancieren und in sicherer Position zum Stehen kommen
Gerade die Schulungsbuggys im Einsteiger- und Allroundbereich sind durch ihre geringen Maße recht handlich und aufgrund ihrer Standardbereifung auch gut in den Drift zu reißen. Wenn man einigermaßen zügig unterwegs ist, drückt man den Buggy mit dem Hintern nach Lee und verschiebt die Zugkraft des Kites verstärkt auf die Hinterräder. Bricht der Buggy hinten aus, so kontrolliert man mit dem Einschlag des Vorderrads die weitere Fahrt und kann durch einen Lenkimpuls Richtung Lee den Drift verringern beziehungsweise ganz stoppen. Spätestens vor dem endgültigen Anhalten sollte man das Vorderrad Richtung Lee lenken und so den Buggy in eine Position bringen, aus der man gefahrlos wieder anfahren kann.
Schweres Gerät
Aufgrund der erhöhten Fahrsicherheit und des gebotenen Komforts steigen Kiter heute sehr früh auf große Buggys mit Moon-Bereifung um. Das ist unter vielen Aspekten sinnvoll, nur leider fällt das Driften mit diesen wesentlich spurstabileren Modellen deutlich schwerer. Wer dies mit einer kleinen „Heckschleuder“ nicht erlernt hat, wird es nun noch schwerer haben, da die Kraft, die den Buggy in den Drift bringt, um einiges höher sein muss. Glatter, leicht feuchter Untergrund eignet sich am besten für gezielte Schleuderübungen. Durch ein ruckartiges, kurzes Anluven mit dem Vorderrad lässt sich der Drift effektiv auslösen. Den Buggy so weit herumrutschen lassen, dass er quer zur Zugrichtung des Kites steht. Ein gut austarierter Buggy wird jetzt seitlich über alle drei Räder rutschen. Die Balance des querstehenden Buggys wird in diesem Fall nicht über den Einschlag des Vorderrads bestimmt, sondern von der Drehung des Unterkörpers zur Zugrichtung des Kites. Zum Ende des Drifts wird der Buggy wiederum mit dem Vorderrad Richtung Lee gedrückt, um eine sichere Ausgangsposition für den Neustart zu erreichen.
Fehler
Den Buggy richtig querzureißen, stellt meist die größte Überwindung dar, um in den Drift zu gelangen. Wichtig ist es auch, den Kite während des Vorgangs in einer sicheren Position zu halten, die in der Regel leicht angebremst bei 45 Grad zwischen Zenit und Fahrtrichtung liegt. Keinesfalls darf man den Kite plötzlich hochziehen oder gar nach hinten fliegen lassen. Beim Drift steht der Kite durch den quergestellten Buggy bereits viel weiter hinten, als man es von der normalen Fahrt gewohnt ist. Also darf der Buggy hinten niemals so weit rutschen, dass er weiter als quer zum Zug des Kites herumkommt. Um dieses zu verhindern, spannt man die Bauchmuskeln an und zieht gegebenenfalls das Vorderteil mit den Beinen wieder nach Lee beziehungsweise ist bereit, das Vorderrad radikal Richtung Lee einzuschlagen. Die Angst, zu stark mit dem Heck ganz herumzurutschen oder in einer ungünstigen Position mit dem Heck im Lee zum Stehen zu kommen, kann man sich mit vorbereitenden Rückwärtsfahrübungen (Siehe Seite 50) nehmen.


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