Schweizer Alpen
von Redaktion • 30.6.2005 • Kategorie: SNOWKITE & friends • Hier bestellen!
Tief in der Schweiz liegt das kleine Dorf Silvaplana, das durch das Snowkiten mittlerweile sogar in ganz Europa bekannt ist. Man kann wirklich sagen, dass hier alles mit ein paar Verrückten begann, die schon in den frühen Jahren mit ihren „Skywings“ über den See und die Berge hinaufstiegen. Stephan Popprath und Rene Küng waren bald mit ihren Quadrifoils dabei, und Robert Graham entwickelte die legendäre Competition.

Freeriden an steilen Hängen entlang

Matt Taggart erreicht sein Ziel

Guillaume Chastagnol erkundet die imposante Landschaft

Mit Pulka geht es gut ausgerüstet in die Berge

Traumhaftes Powder zum Kiten

Fabio Ingrosso springt über die Täler
Damals war es nur ein kleiner Kreis ohne überwiegend geschäftlichen Background, der von diesem Sport mitten in der verschneiten Schweiz besessen war. Diese Besessenheit hat dazu geführt, dass es heute eine große Kite-Gemeinde gibt, die immer spektakulärere Stunts vollführt und neben dem zugefrorenen Silvaplana See auch die Berge erobert. Das Freeriden birgt ungeahnte Möglichkeiten und die Landschaft rund um den Lago Bianco ist ideal für einen Ausflug.
Berge zum Freeriden
Mitten im Herzen der Schweizer Alpen gibt es zwischen Gipfeln – einer höher als der andere – Hänge und Täler, die mit frischem Schnee bedeckt sind und nur darauf warten, erobert zu werden. Letzten Winter brach eine kleine Gruppe von Piloten während der Wintertour in Silvaplana in die Berge auf. Von der Straße nach St. Moritz sind es nur wenige Minuten bis zum Bernina-Pass. Matt Taggart und Robby Whittall stürmen gleich voraus und suchen einen geeigneten Weg über die steilen Hänge. Im Schlepp hat Matt einen Pulka für Ersatzschirme und die Verpflegung, die hungrige Snowkiter in den Bergen brauchen. Mit voller Kraft geht es los und wir passieren eine Reihe von Talhängen und Höckern. Wir treffen auf eine Gruppe Bergsteiger, die mit Seehundfellen über den Skiern die Wände erklimmen wollen. Jetzt ist es Zeit für eine kleine Show und wir segeln in sicherem Abstand, aber scheinbar mühelos, an ihnen vorbei, und das mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit.
Lange spüren wir ihre Blicke im Rücken. Wir nähern uns dem Gipfel und sehen bereits einige Meter höher den Gletscher blau leuchten. Inzwischen wurden unten die Wettbewerbe abgesagt und da die Rider von unserer Tour Wind bekommen haben, machen sich die Piloten auf den Weg zu uns. Fabio Ingrosso kennt sich in der Gegend gut aus, wählt einen etwa zehn Meter hohen Abhang und hebt zu einem herrlichen Flug ab, die Truppe folgt ihm. Weiter geht es zum Abenteuer Freeriden. Doch immer wieder hebt Fabio ab in die Luft, macht einen Kiteloop und landet sanft, um dann erneut mit hoher Geschwindigkeit den Berg hinaufzudüsen.
Erlebnis mit der ganzen Truppe
Es gibt viele Plätze auf dem Pass, doch irgendwann finden sich alle Piloten an einem Ort zusammen, um immer wieder den gleichen Hang hinabzusegeln. Fabio Ingrosso und Fabrice Tripier fliegen am weitesten, während der Techniker Romain Fabretti diverse Freestyle-Figuren an den Himmel zaubert. Auch Matt Taggert gibt Gas, immer noch mit seinem Pulka im Schlepp, der bereits lustig zu springen beginnt. Plötzlich löst sich Matt von seinem Schlitten und steigt direkt in die Luft auf. Guillaume Chastagnol ist ein nimmersatter Abenteurer und wählt einen gegenüberliegenden Berg.
Bis in die Nacht hinein hat die wilde Action am Berg kein Ende, doch dann bleibt uns doch noch genug Energie, um den Abend im örtlichen Pub bei heißen Rhythmen ausklingen zu lassen.
Erlebnis im Sonnenaufgang
Bevor das bunte Treiben am nächsten Morgen wieder losgeht, streicht die aufgehende Sonne über die weiße Schneedecke. Guillaume und ich haben uns verabredet, gleich morgens, noch vor den Wettkämpfen der Wintertour, die Berge rund um den Julierpass zu erkunden. Als aufmerksamer Beobachter hat Guillaume sich bereits am Vortag einige Orte gemerkt, die er mit dem Board durchpflügen will. Mit dem Sessellift geht es zum Ausgangspunkt am Gipfel und die wunderbare Bergwelt erstreckt sich vor uns. Jetzt scheinen sich die Tore zum Paradies zu öffnen.
Die gesamte Umgebung des Lago Biancos bietet vielfältige Möglichkeiten und jeder Tag ist ein Erlebnis. Für fortgeschrittene Piloten lohnt also nicht nur der Trip zum Silverplaner See, auch die umliegenden Berge sind eine Reise wert.

Sonne, Wind, Action – hier wird ein Traum wahr!


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